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Satzung der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg - Ortswehr Ahrensfelde

Inhaltsverzeichnis

Präambel

§ 1 Name, Aufgaben und Gliederung der Wehr

§ 2 Mitglieder

§ 3 Aktive Mitglieder

§ 4 Jugendabteilung

§ 5 Ehrenabteilung

§ 6 Fördernde Mitglieder

§ 7 Ende der Mitgliedschaft

§ 7 a Rückgabe der Ausrüstungsgegenstände

§ 8 Pflichten der aktiven Mitglieder

§ 9 Organe der Feuerwehr

§ 10 Mitgliederversammlung

§ 11 Wehrvorstand

§ 12 Ortswehrführung und Stellvertretung

§ 13 Wahlen

§ 14 Teilnahme an Mitgliederversammlungen

§ 15 Kameradschaftskasse

§ 16 Ordnungsmaßnahmen

§ 17 Auflösung der Feuerwehr

§ 18 Schlussbestimmungen

 

Präambel

Aufgrund des § 8 Abs. 4 des Gesetzes über den Brandschutz und die Hilfeleistungen der Feuerwehren (Brandschutzgesetz – BrSchG) vom 10. Februar 1996 (GVOBl. Schleswig-Holstein S. 200) wird nach Beschluss der Mitgliederversammlung vom 02.10.1998 folgende Satzung für die Freiwillige Feuerwehr Ahrensfelde der Stadt Ahrensburg erlassen:

 

§ 1 Name, Aufgaben und Gliederung der Feuerwehr

(1) Die Freiwillige Feuerwehr Ahrensfelde (Feuerwehr) ist eine Ortsfeuerwehr der Stadt Ahrensburg. Sie übernimmt die in Absatz 2 genannten gesetzlichen Aufgaben.

(2) Die Feuerwehr hat die Aufgaben,

  1. bei Bränden, Not- und Unglücksfällen die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um gegenwärtige Gefahren für Leben, Gesundheit und Vermögen abzuwehren (abwehrender Brandschutz, Technische Hilfe),
  2. im Katastrophenschutz mitzuwirken und
  3. bei der Brandschutzerziehung und –aufklärung mitzuwirken.

(3) Die Feuerwehr gliedert sich in Einsatzabteilung, Reserveabteilung (bei Bedarf), Jugendabteilung und Ehrenabteilung.

 

§ 2 Mitglieder

(1) Der Feuerwehr gehören an

  1. die aktiven Mitglieder in der Einsatzabteilung und Reserveabteilung,
  2. die Mitglieder der Jugendabteilung,
  3. die Mitglieder der Ehrenabteilung,
  4. die fördernden Mitglieder.

(2) Die Mitglieder der Feuerwehr haben die Feuerwehr bei der Erfüllung der ihr obliegenden Aufgaben im Sinne des § 1 Abs. 2 zu unterstützen und zu fördern.

(3) Die Mitglieder der Feuerwehr sind mit Ausnahme der fördernden Mitglieder ehrenamtlich tätig.

(4) Frauen und Männer haben gleiche Pflichten und Rechte.

 

§ 3 Aktive Mitglieder

(1) In den aktiven Dienst kann eintreten, wer seinen Wohnsitz im Ausrückebezirk hat oder regelmäßig für den Alarmdienst zur Verfügung steht.
Die Bewerberin oder der Bewerber muss körperlich und geistig für den Feuerwehrdienst tauglich sein. Die Tauglichkeit ist im Zweifel durch ärztliches Attest festzustellen. durch einen Amtsarzt festzustellen.

(2) Der Eintritt in den aktiven Dienst ist mit Vollendung des 16. Lebensjahres möglich. Nach Vollendung des 50. Lebensjahres ist ein Übertritt in die Reserveabteilung zulässig. Dieses gilt ebenfalls für Angehörige der Feuerwehr, die die Eignung für den Feuerwehrdienst teilweise verloren haben und deshalb im entsprechenden Umfang vom Feuerwehrdienst zu entbinden sind. Der aktive Dienst endet durch Übertritt in die Ehrenabteilung nach § 5.

(3) Aufnahmeanträge sind schriftlich an die Ortswehrführung zu richten. Bewerberinnen und Bewerber unter 18 Jahren haben eine schriftliche Einwilligungserklärung der gesetzlichen Vertreter beizufügen.

(4) Der Wehrvorstand entscheidet über die vorläufige Aufnahme als aktives Mitglied in ein einjähriges Probedienstverhältnis als Anwärterin oder Anwärter. Nach Ablauf der Probedienstzeit und erfolgreich abgeschlossener Feuerwehrgrundausbildung beschließt die Mitgliederversammlung über die endgültige Aufnahme

(5) Bewerberinnen oder Bewerber, die bereits mehr als ein Jahr einer Jugendabteilung oder einer anderen Feuerwehr angehört haben, können ohne Probezeit aufgenommen werden.

(6) Die Bewerberinnen oder Bewerber haben vor der vorläufigen Aufnahme zu erklären, dass sie die mit der Mitgliedschaft verbundenen Aufgaben und Verpflichtungen freiwillig übernehmen und gewillt sind, alle Aufgaben nach besten Kräften zu erfüllen. Sie werden durch Handschlag und Unterschriftsleistung auf die Satzung verpflichtet.

 

§ 4 Jugendabteilung

Der Eintritt in die Jugendabteilung ist mit Vollendung des 10. Lebensjahres möglich. Für die Aufnahme in die Jugendabteilung sowie die Rechte und Pflichten der Mitglieder gilt die Ordnung für die Jugendabteilung.

 

§ 5 Ehrenabteilung

(1) Der aktive Dienst endet mit der Vollendung des 60. Lebensjahres durch Übertritt in die Ehrenabteilung, auf Wunsch des Mitgliedes spätestens jedoch mit Ende des Kalenderjahres, in dem das 65. Lebensjahr vollendet wird.

(2) Aktive Mitglieder, die vor Erreichung der Altersgrenze die Eignung für den Feuerwehrdienst teilweise oder vollständig verloren haben, können in die Ehrenabteilung übernommen werden.

 

§ 6 Fördernde Mitglieder

Personen, die die Arbeit der Feuerwehr durch laufende Zahlung von Geldbeträgen unterstützen, können durch den Wehrvorstand als fördernde Mitglieder aufgenommen werden.

 

§ 7 Ende der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft endet durch Erklärung des Auftritts nach Absatz 2, durch Entscheidung über das Ausscheiden nach Absatz 3, durch Ausschluss nach § 16 oder durch Auflösung der Feuerwehr nach § 17.

(2) Der Austritt kann durch ein Mitglied zum Ende des Kalendermonats erklärt werden.

(3) Wer für den Einsatzdienst nicht mehr zur Verfügung steht, scheidet aus dem aktiven Dienst aus. Dieses gilt für die Mitglieder der Reserveabteilung nur, sofern sie dem Einsatzdienst nicht mehr in angemessener zeit zur Verfügung stehen können. Die Entscheidung trifft der Wehrvorstand.

 

§ 7 a Rückgabe der Ausrüstungsgegenstände

Ausgetretene oder ausgeschlossene Mitglieder haben innerhalb einer Woche sämtliche Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände im ordnungsgemäßen Zustand bei der Wehrführung abzugeben. Im anderen Falle kann die Gemeinde auf Herausgabe bzw. Schadensersatz klagen.

 

§ 8 Pflichten der aktiven Mitglieder

Die aktiven Mitglieder sind verpflichtet,

  1. am Einsatz- und Ausbildungsdienst sowie sonstigen dienstlichen Veranstaltungen teilzunehmen, anderenfalls sich im Verhinderungsfall vorher unter Angabe des Grundes bei der Wehrführung oder deren Stellvertretung zu entschuldigen,
  2. alle ihnen im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung der Feuerwehr übertragenen Aufgaben sachgerecht zu erfüllen, insbesondere bei Alarm sofort zu erscheinen,
  3. die Unfall-Verhütungsvorschriften zu befolgen.

Diese Pflichten gelten auch gegenüber der Gemeindefeuerwehr.

 

§ 9 Organe der Feuerwehr

Organe der Feuerwehr sind

  1. die Mitgliederversammlung,
  2. der Wehrvorstand.

 

§ 10 Mitgliederversammlung

(1) Die aktiven Mitglieder bilden die Mitgliederversammlung unter dem Vorsitz der Ortswehrführung (Ortswehrführerin oder Ortswehrführer). Mitglieder der Ehrenabteilung und die Gemeindewehrführung können mit beratender Stimme teilnehmen.

(2) Die Mitgliederversammlung wählt den Wehrvorstand und beschließt über alle Angelegenheiten, für die nicht der Wehrvorstand zuständig ist.

(3) Die Sitzungen der Mitgliederversammlung sind

  1. Jahreshauptversammlung,
  2. außerordentliche Sitzungen.

(4) Zu jeder Mitgliederversammlung wird durch den Wehrvorstand schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung mindestens eine Woche vor dem Sitzungstage eingeladen. Dringlichkeitsanträge können spätestens während der Sitzung gestellt werden.

(5) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der aktiven Mitglieder anwesend sind. Die Beschlussfähigkeit wird von der Ortswehrführung zu Beginn der Sitzung festgestellt.

(6) Ist die Mitgliederversammlung wegen zu geringer Beteiligung beschlussunfähig, so ist eine erneute Sitzung nach Absatz 4 Satz 1 einzuberufen. Diese Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens drei stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind. Hierauf ist in der zweiten Ladung hinzuweisen. Dieses gilt nicht für Wahlen nach § 13.

(7) Die Jahreshauptversammlung ist innerhalb von drei Monaten nach Ende des Kalenderjahres durchzuführen, zu der der Wehrvorstand den Jahresbericht über die Tätigkeit der Feuerwehr vorzulegen hat .

(8) Außerordentliche Sitzungen können vom Vorstand einberufen werden. Sie sind durch den Vorstand innerhalb von einem Monat einzuberufen, wenn mindestens ein Drittel der aktiven Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe des Beratungsgegenstandes beantragt.

(9) Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei der Berechnung zählen nur die Ja- und Nein-Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist ein Antrag abgelehnt. Es wird offen abgestimmt. § 13 Abs. 2 und 4, § 16 Abs. 2 und § 17 bleiben unberührt.

(10) Über jede Sitzung ist eine Niederschrift anzufertigen, die von der Ortswehrführung und der Schriftführung zu unterzeichnen ist. Sie soll spätestens zur nächsten Sitzung vorliegen.

 

§ 11 Wehrvorstand

(1) Die Mitgliederversammlung wählt für sechs Jahre den Wehrvorstand.

(2) Dem Wehrvorstand gehören an

  1. die Ortswehrführung als Vorsitzende oder Vorsitzender
  2. die Stellvertretung
  3. die Gemeindewehrführung kraft ihres Amtes
  4. die Kassenführung
  5. die Schriftführung
  6. die Gruppenführung
  7. die Gerätewartung
  8. die Führung der Reserveabteilung, wenn diese besteht
  9. die Jugendfeuerwehrwartin oder der Jugendfeuerwehrwart

(3) In den Wehrvorstand ist wählbar, wer aktives Mitglied der Feuerwehr ist. Dieses gilt nicht für Anwärterinnen oder Anwärter während des Probedienstverhältnisses. § 12 bleibt unberührt.

(4) Der Wehrvorstand

  1. bereitet die Sitzungen der Mitgliederversammlung und ihre Beschlüsse vor und führt diese aus,
  2. teilt die Wahlergebnisse der Gemeinde und dem Kreisfeuerwehrverband mit,
  3. legt den Jahresbericht und die Jahresrechnung der Mitgliederversammlung vor,
  4. meldet den Finanzbedarf bei dem Vorstand der Gemeindefeuerwehr an,
  5. wirkt bei der Aufstellung der Dienstpläne mit,
  6. nimmt Bewerberinnen und Bewerber als aktive Mitglieder vorläufig auf,
  7. entscheidet über die Überführung aktiver Mitglieder in die Reserve- oder Ehrenabteilung,
  8. wählt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Ausbildungslehrgänge aus und schlägt sie dem Vorstand der Gemeindefeuerwehr vor,
  9. schlägt dem Vorstand der Gemeindefeuerwehr Beförderungen vor,
  10. verhängt Ordnungsmaßnahmen nach § 16 Abs. 1 und
  11. nimmt fördernde Mitglieder auf.

(5) Die Tätigkeit der Mitglieder des Wehrvorstandes ist ehrenamtlich.

(6) Die Sitzungen des Wehrvorstandes beruft die Ortswehrführung ein. Über jede Sitzung ist eine Niederschrift zu fertigen, die von der Ortswehrführung und der Schriftführung zu unterzeichnen ist.

 

§ 12 Wehrführung und Stellvertretung

(1) Zum Ortswehrführer und seinem Stellvertreter ist wählbar, wer

a) mindestens vier Jahre aktiv einer Freiwilligen Feuerwehr angehört,
b) die persönliche und fachliche Eignung für das Amt besitzt,
c) die für das Amt erforderlichen Lehrgänge erfolgreich besucht hat oder sich bei der Wahl zum Besuch der Lehrgänge innerhalb von zwei Jahren verpflichtet,
d) das 59. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und
e) nicht Angehöriger einer Berufsfeuerwehr, Werkfeuerwehr oder Feuerwehreinsatzleitstelle ist.

(2) Die Ortswehrführung ist der Gemeindewehrführung für die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr und die Ausbildung ihrer Mitglieder verantwortlich. Sie kann gegenüber Mitgliedern Anordnungen treffen, die durch Ordnungsmaßnahmen nach § 16 durchsetzbar sind.

(3) Die Stellvertretung der Ortswehrführung vertritt diese im Verhinderungsfall.

 

§ 13 Wahlen

(1) Die Wahlen zum Wehrvorstand erfolgen unter Leitung des Wahlvorstandes durch geheime Abstimmung auf Stimmzetteln. Bei der Wahl des Wahlvorstandes und der Rechnungsprüferinnen und –prüfer wird offen abgestimmt.

(2) Die Ortswehrführung und ihre Stellvertretung werden mit der Mehrheit von mehr als der Hälfte der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gewählt. Gewählt ist, wer die erforderliche Stimmenmehrheit erhält. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, wird die Wahl

  1. sofern mehrere Personen zur Wahl anstehen,
    durch eine Stichwahl zwischen zwei Bewerbern wiederholt. Die vorgeschlagenen Personen nehmen an der Stichwahl in der Reihenfolge der auf sie entfallenen Stimmenzahlen teil. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das von der die Wahl leitende Person zu ziehende Los über die Teilnahme an der Stichwahl. Aufgrund der Stichwahl ist gewählt, wer die meisten Stimmen erhält. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los, das die Wahlleitung zieht.
  2. sofern eine Person zur Wahl ansteht,
    wiederholt, wobei dann für die Wahl die Mehrheit der abgegebenen Stimmen genügt.

(3) Als sonstiges Mitglied des Wehrvorstandes, als Mitglied des Wahlvorstandes und als Rechnungsprüferin oder –prüfer ist gewählt, wer die meisten Stimmen erhält. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los, das die Wahlleitung zieht.

(4) Die Wahlleitung hat die amtierende Ortswehrführung als die oder der Vorsitzende. Die Ortswehrführung bildet mit zwei in der Sitzung zu wählenden Stimmberechtigten den Wahlvorstand, der für die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl verantwortlich ist. Sofern die Ortswehrführung selbst zur Wahl ansteht, wird die Wahl von ihrer Stellvertretung geleitet. Die Stellvertretung der Ortswehrführung wird unter der Leitung der Ortswehrführung gewählt. Stehen weder Ortswehrführung noch ihre Stellvertretung zur Verfügung, wird die Wahl vom dienstältesten Vorstandsmitglied geleitet.

(5) Wahlvorschläge für die Ortswehrführung und ihrer Stellvertretung müssen zwei Wochen vor dem Wahltermin schriftlich bei der Bürgermeisterin oder dem Bürgermeister eingereicht werden. Wahlvorschläge für die übrigen Mitglieder des Wehrvorstandes können vor dem Wahltermin schriftlich bei der Ortswehrführung eingereicht oder in der Sitzung gemacht werden. Schriftlich eingereichte Wahlvorschläge müssen von mindestens zwei Wahlberechtigten unterschrieben sein.

(6) Die Amtszeit der Ortswehrführung und ihrer Stellvertretung beginnt mit dem Tage, an dem die Ernennung zum Ehrenbeamten wirksam wird. Die Amtszeit der übrigen Mitglieder des Wehrvorstandes beginnt mit dem Tage ihrer Wahl oder dem Ablauf der Amtszeit ihrer Vorgängerinnen oder Vorgänger.

(7) Wiederwahlen zum Wehrvorstand sind auch nach Vollendung des 59. Lebensjahres zu lässig. Die Amtszeit endet in diesem Fall mit dem Übertritt in die Ehrenabteilung.

(8) Scheiden gewählte Mitglieder des Wehrvorstandes aus ihrem Amt, so ist innerhalb von drei Monaten eine Ersatzwahl durchzuführen.

(9) Nach jeder Wahl hat der Wahlvorstand das Ergebnis schriftlich festzustellen und die Niederschrift zu unterzeichnen.

(10) Schwierigkeiten bei der Durchführung der Wahlen sind im Benehmen mit der oder dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes zu klären. Ist dieses nicht möglich, so kann innerhalb von zwei Wochen nach Durchführung der Wahl Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde eingelegt werden.

 

§ 14 Teilnahme an Mitgliederversammlungen

An den Mitgliederversammlungen können die Bürgervorsteherin oder der Bürgervorsteher und die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister sowie deren Beauftragte teilnehmen. Die Einberufung der Mitgliederversammlung ist spätestens eine Woche im Voraus der Gemeinde anzuzeigen.

 

§ 15 Kameradschaftskasse

(1) In der Feuerwehr wird zur Pflege der Kameradschaft eine Kameradschaftskasse eingerichtet, die von der Kassenführung im Rahmen der Beschlüsse der Mitgliederversammlung geführt wird. Ihre Einnahmen bestehen insbesondere aus Schenkungen und anderen Zuwendungen.

(2) Die Kameradschaftskasse ist jährlich durch zwei Rechnungsprüferinnen oder ‑prüfer zu prüfen, die von der Mitgliederversammlung aus ihrer Mitte für das laufende Kalenderjahr gewählt werden.

(3) Die Jahresrechnung ist durch die Kassenführung aufzustellen und der Mitgliederversammlung vorzulegen, die dem Wehrvorstand auf Antrag der Rechnungsprüferinnen oder –prüfer die Entlastung erteilt.

 

§ 16 Ordnungsmaßnahmen

(1) Verstößt ein Mitglied der Feuerwehr gegen die Satzung oder gegen die ihm nach § 2 Absatz 2 oder nach § 8 als aktivem Mitglied obliegenden Pflichten oder gegen die Anordnungen der Ortswehrführung oder ihrer Stellvertretung, so kann der Wehrvorstand eine Verwarnung, einen Verweis oder den bis zur Entscheidung der Mitgliederversammlung vorläufigen Ausschluss des Mitgliedes bis zu einer Dauer von drei Monaten auszusprechen.

(2) Hat ein Mitglied der Feuerwehr

  1. gröblich gegen die Satzung verstoßen oder
  2. gröblich gegen die ihm nach § 2 Abs. 2 oder nach § 8 als aktivem Mitglied obliegenden Pflichten verletzt oder
  3. gröblich gegen die Anordnungen der Ortswehrführung verstoßen oder
  4. sich als unwürdig erwiesen oder
  5. übt es seine Tätigkeit nicht mehr ordnungsgemäß aus,

kann es aus der Feuerwehr ausgeschlossen werden. Über den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung. Der Beschluss bedarf der Zweidrittelmehrheit.

(3) Das betroffene Mitglied ist vor Erlass einer Ordnungsmaßnahme im Sinne der Absätze 1 und 2 zu hören. Dieses gilt im Zweifelsfall auch für eventuelle Zeuginnen und Zeugen. Kommt das betroffene Mitglied schuldhaft einer Aufforderung zur Anhörung nicht nach, so kann die Ordnungsmaßnahme auch ohne Anhörung erlassen werden.

(4) Die gegen ein Mitglied verhängten Ordnungsmaßnahmen sind diesem unter Angabe der Gründe schriftlich bekannt zu geben.

(5) Gegen die verhängten Ordnungsmaßnahmen ist innerhalb von zwei Wochen ab dem Tage der Zustellung die Beschwerde an den Kreisfeuerwehrverband zulässig.

(6) Mit dem Ausscheiden verliert das Mitglied seine vermögensrechtlichen Ansprüche aus der Mitgliedschaft. Verpflichtungen gegenüber der Feuerwehr - soweit sie aus der Mitgliedschaft erwachsen sind – bleiben bestehen.

 

§ 17 Auflösung der Feuerwehr

(1) Die Auflösung der Feuerwehr kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung erfolgen.

(2) Die Beschlussfassung bedarf der Zweidrittelmehrheit und ist der Gemeinde bekannt zu geben. Er wird jedoch erst wirksam, wenn nach Ablauf von mindestens einem Monat die Mitgliederversammlung die Auflösungsentscheidung durch erneuten Beschluss nach Satz 1 bestätigt hat. Der erneute Auflösungsbeschluss ist innerhalb von drei Tagen der Gemeinde und der Aufsichtsbehörde zu melden. Die Auflösung wird sechs Monate nach der letzten Beschlussfassung wirksam.

(3) Im Falle der Auflösung fällt das Vermögen der Feuerwehr an die Gemeinde. Es ist für eine neu zu errichtende Freiwillige Feuerwehr oder für andere Zwecke des Feuerwehrwesens zu verwenden.

 

§ 18 Schlussbestimmungen

Diese Satzung tritt mit ihrer Ausfertigung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung vom 11.02.1965 außer Kraft.

Den Abweichungen von der Mustersatzung in den §§ 1 (3), 7 a, 8 Nr. 1 und 11 (2) hat das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein nach § 42 Abs. 2 Nr. 1 des Gesetzes über den Brandschutz und die Hilfeleistungen der Feuerwehren (Brandschutzgesetz – BrSchG) vom 11. Februar 1996 (GVOBl. Schl.-H. 200) mit Erlass vom 30.03.2001 zugestimmt.

 

Ahrensburg, den 02. Oktober 1998

gez. Peter Körner
Ortswehrführer

 

Hier können Sie die Satzung der Ortswehr Ahrensfelde als PDF zum Ausdrucken herunterladen.

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