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Bauaufsicht
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Baugenehmigung

In Schleswig-Holstein gibt es nach der Landesbauordnung (LBO) Schleswig-Holstein drei unterschiedliche Baugenehmigungsverfahren:

1. Bauantrag und Baugenehmigung nach § 67 LBO von Schleswig-Holstein (Vollverfahren)

Unter dieses Verfahren fallen alle Bauvorhaben nach § 51 LBO (Sonderbauten) sowie andere genehmigungsbedürftige Bauvorhaben, die nicht von einem, in einer der Architekten- und Ingenieurkammern der Bundesrepuplik Deutschland eingetragenen Architekten/in oder Ingenieur/in vorgelegt werden, der/die jedoch im Rahmen des § 65 Abs. 4 LBO eine eingeschränkte Bauvorlageberechtigung besitzt.

In diesem Verfahren werden die gesamten Bauvorlagen durch die Bauaufsicht geprüft. 

Unter dieses Verfahren fallen auch Nutzungsänderungen und Werbeanlagen.

Gebühr:

12,00 € pro angefangene 1000,00 € anrechenbarer Kosten, mindestens 100,00 €.

Beispiel:
Neubau eines Einfamilienhauses mit einem umbauten Raum von 700,00 m³
700,00 x 95,- € = 71.250,- € aufgerundet auf 72.000,- anrechenbare Kosten
Gebühr für die Genehmigung:    72 x 12,00 € = 864,00 €

 

2. Bauantrag und Baugenehmigung nach § 69 LBO (vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren)

Sofern die Bauvorlagen von Personen erstellt werden, die eine Vorlageberechtigung nach § 65 Abs. 3 LBO besitzen und die Bauvorhaben nicht unter den § 51 LBO (Sonderbauten) fallen, wird das vereinfachte Genehmigungsverfahren angewandt.

Die Vereinfachung besteht in einem geringeren Prüfumfang durch die Bauaufsicht und damit in geringeren Baugebühren.

Die Baugenehmigung in diesem Verfahren gilt nach § 69 Abs. 9 LBO als erteilt, wenn Sie nicht innerhalb von 3 Monaten versagt wird.

Gebühr:

8,00 € pro angefangene 1000,00 € anrechenbarer Kosten, mindestens 100,00 €.

Beispiel:
Neubau eines Einfamilienhauses mit einem umbauten Raum von 700,00 m³
700,00 x 95,- € = 71.250,- € aufgerundet auf 72.000,- anrechenbare Kosten:
Gebühr für die Genehmigung:    72 x 8,00 € = 576,00 €

 

3. Genehmigungsfreistellungsverfahren nach § 68 LBO

Bauvorhaben der Gebäudeklassen 1 und 2 gemäß § 2 Absatz 3 Nummern 1 und 2 LBO, die innerhalb des räumlichen Geltungsbereiches eines qualifizierten Bebauungsplanes liegen, die von nach § 65 Absatz 3  LBO bauvorlageberechtigten Personen vorgelegt werden und deren bautechnische Nachweise von prüfbefreiten Aufstellern/innen erstellt worden sind, können nach dem Genehmigungsfreistellungsverfahren behandelt werden.

Sie bedürfen dann keiner Baugenehmigung.

Weitere Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für dieses Verfahren sind in § 68 LBO geregelt.

Gebäudeklasse 1 ist wie folgt definiert:

  • freistehende Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m² und 
  • freistehende land- und forstwirtschjaftlich genutzte Gebäude 

Gebäudeklasse 2 ist wie folgt definiert:

  • Gebäude mit einer Höhe bis zu 7m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m²

Mit der Ausführung des Bauvorhabens darf bei Anwendung des Genehmigungsfreistellungsverfahren einen Monat nach Eingang der vollständigen Bauvorlagen begonnen werden; es sei denn die Bauaufsichtsbehörde untersagt den Baubeginn.

Die Antragsteller erhalten keine Genehmigung sondern eine Bescheinigung der Genehmigungsfreistellung.

Die Gebühren betragen bei diesem Verfahren etwa 33 % der Gebühren des Vollverfahrens nach § 67 LBO.

Gebühr:

4,00 € pro angefangene 1000,00 € anrechenbarer Kosten, mindestens 100,00 €.

Beispiel: 
Neubau eines Einfamilienhauses mit einem umbauten Raum von 700,00 m³
700,00 x 95,- € = 71.250,- € aufgerundet auf 72.000,- anrechenbare Kosten
Gebühr für die Baufreistellung: 72 x 4,00 € = 288,00 €

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