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Fluglärm
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Fluglärmschutz

Kreis Stormarn ist Mitglied in der Fluglärmschutzkommission 

Die für den Hamburger Flughafen zuständige Fluglärmschutzkommission hat auf ihrer Sitzung am 20. Februar 2015 beschlossen, dass der Kreis Stormarn ein Mitglied sowie ein stellvertretendes Mitglied in die Kommission entsenden darf.

Mit Schreiben vom 17.03.2015 der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg wurde nun der Bürgermeister der Stadt Ahrensburg Michael Sarach als Vertreter des Kreises Stormarn in die Fluglärmschutzkommission berufen.

Seit 2010 traten vermehrt Bürgerbeschwerden über Fluglärm in den nordöstlichen Hamburger Randgemeinden auf. Bereits in diesem Jahr hatte Ahrensburg einen Aufnahmeantrag für die Fluglärmschutzkommission eingereicht, der zunächst jedoch abgelehnt wurde. Als Argument gegen eine Aufnahme wurde angeführt, dass die Fluglärm-Isophone (Kurve gleicher Lautstärkepegel) von 50 dB(A) im Kreis Stormarn nicht erreicht werde. In Ahrensburg läge sie bei überschlägig 45 dB(A).

Ein Argument für die Aufnahme im Jahr 2015 waren die erreichten Spitzenschallpegel, da der Kreis Stormarn durch besonders laute Flugzeuge sehr wohl betroffen ist.

Allgemein ist eine Fluglärmschutzkommission nach § 32b Luftverkehrsgesetz an jedem deutschen Verkehrsflughafen zu bilden, für den ein Lärmschutzbereich nach dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm festgesetzt ist. Die Fluglärmschutzkommission hat die Aufgabe, die Genehmigungsbehörde - in Hamburg die Wirtschaftsbehörde - sowie die für die Flugsicherung zuständige Stelle Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) bei Maßnahmen zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigungen durch Luftfahrzeuge zu beraten. Sie wirkt z.B. an der Festlegung von Abflugstrecken mit, die auf Vorschlag der DFS nach Anhörung der Fluglärmschutzkommission vom Luftfahrtbundesamt als Verordnung erlassen werden. Die Kommission hat ein Vorschlagsrecht für Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm oder zur Verringerung der Luftverunreinigungen durch Luftfahrzeuge. Falls Genehmigungsbehörde oder DFS den Vorschlägen nicht folgen, müssen sie dies der Kommission unter Angabe von Gründen mitteilen.

Die Hamburger Fluglärmschutzkommission tagt viermal im Jahr und besteht aus ca. 30 Personen.

Ihr gehören folgende Institutionen an:

Die Bezirke Hamburg Nord, Eimsbüttel, Wandsbek, Altona, die Stadt Norderstedt, die Gemeinde Hasloh, die Stadt Quickborn, die Kreise Segeberg, Pinneberg und jetzt neu Stormarn, die Bundesvereinigung gegen Fluglärm, die Deutsche Lufthansa AG, die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH, die Deutsche Flugsicherung GmbH, die Flughafen Hamburg GmbH, die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, das Ministerium für Umwelt, Technik und Verkehr des Landes S-H, das Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten des Landes S-H und die Handelskammer Hamburg; zeitweise nehmen weitere Gäste an den Sitzungen der Kommission teil.

Die  bereits veröffentlichten Protokolle der Sitzungen der Fluglärmschutzkommission finden Sie auf der Internetseite der Freien und Hansestadt Hamburg.

Zu den Tagesordnungen der Fluglärmschutzkommissionssitzungen gelangen Sie hier.

 

Piloten-Assistenzsystem zur Lärmminderung bei Landungen

In der 219. FLSK-Sitzung am 13.10.2015 wurde von Herrn Dr. Fethi Abdelmoula vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) über ein neues Piloten-Assistenzsystem berichtet, das bewirken soll, den Lärm bei Landungen zu vermindern. Nach erfolgreicher Absolvierung von Simulatorflügen wird das neue Assistenzsystem nun im Realbetrieb getestet, und zwar vom 26. bis 28.09.2016 am Flughafen Frankfurt.

Nähere Informationen dazu finden Sie unter folgenden Links:

Klappen-Ballett: Lärmarme Anflüge auf Frankfurt im Simulator getestet

DLR und UNH stellen neue Forschungsprojekte im Bereich des Fluglärmschutzes vor

 

Fluglärmmessung auf dem Ahrensburger Rathaus und am Friedhof

Am Donnerstag, den 27.11.2014, wurde in Ahrensburg auf der Turmspitze des Rathauses ein Mikrofon zur Lärmmessung installiert. Durch dieses Mikrofon ist es möglich, kontinuierlich den Geräuschpegel überfliegender Flugzeuge aufzuzeichnen.

Anlass für die aktuellen Messungen ist die steigende Anzahl der im Rathaus eingehenden Beschwerden wegen des zunehmenden Fluglärms über Ahrensburg, wobei insbesondere über die Lärmbelastung in den frühen Morgenstunden und am Wochenende geklagt wird.

Die Ausrüstung für die Messungen wird vom Fachbereich Umwelt des Hamburger Flughafens bereitgestellt. Die Umgebungsgeräusche werden im Sekundentakt digital erfasst, wobei störende Nebengeräusche, wie zum Beispiel Straßenlärm, herausgefiltert werden. So ist es möglich, den Fluglärm eindeutig zu identifizieren und in seiner Lautstärke zu beurteilen.

Für die Messung hatte sich Bürgermeister Sarach auf der Fluglärmkonferenz in Großhansdorf Ende September 2014 eingesetzt.

Ein weiterer Lärmmesscontainer wurde im Frühjahr 2015 zusätzlich am Ahrensburger Friedhof aufgestellt.

Die Präsentation zum ersten Ergebnisbericht der Mobilen Lärmmessung in Ahrensburg finden Sie hier.

 

Gespräch der Bürgermeister und Hauptverwaltungbeamten

Am 14.07.2015 fand ein gemeinsames Gespräch der Bürgermeister und Hauptverwaltungsbeamten der im Kreis Stormarn besonders betroffenen Kommunen mit der Fluglärmschutzbeauftragten der Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg statt. Teilgenommen haben auch der Kreispräsident des Kreises Stormarn sowie Vertreter des Landes Schleswig-Holstein, der Deutschen Flugsicherung, des Flughafens Hamburg sowie weitere Vertreter Hamburger Behörden.

Gegenstand der Diskussion war der sogenannte „16-Punkte-Plan“ zur Umsetzung von Maßnahmen zur Minderung des Fluglärms in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Die Vertreter der Stormarner Kommunen und Ämter sehen in der bisher geplanten Vorgehensweise keine wirkliche Verbesserung, sondern lediglich eine Verlagerung des Fluglärmproblems vom Hamburger Gebiet auf die Umland-Gemeinden im Kreis Stormarn.

So wurden dann auch Forderungen gestellt.

  1. Die generelle Verlängerung des Endanfluges auf den Hamburger Flughafen von mindestens 4 auf mindestens 7 Nautische Meilen muss zurückgenommen werden, da diese das Problem der Fluglärmbelästigung aus dem Hamburger Raum weg in den Raum Stormarn verlagert.
  2. Eine generelle Verlängerung des Endanfluges auf mindestens 10 nautische Meilen wird abgelehnt.
  3. Die Vertreter des Kreises und der Kommunen und Ämter im Kreis Stormarn wünschen eine frühzeitige Beteiligung bei Entscheidungen dieser Art.
  4. Die Vertreter des Kreises Stormarn bitten um zeitnahe Gespräche mit der Leitung der Behörde für Umwelt und Energie.
  5. Die Vertreter des Kreises Stormarn werden von sich aus Gespräche mit den Fraktionen der Hamburger Bürgerschaft initiieren.

Rathausöffnungszeiten

Montag, Dienstag,Mittwoch und Freitag 08.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag 14.00 - 18.00 Uhr

Sowie in Ausnahmefällen auch außerhalb der angegebenen Zeiten nach vorheriger telefonischer Vereinbarung

Allgemeine telefonische Auskünfte können (auch außerhalb der Öffnungszeiten) unter der allgemeinen Behördenrufnummer 115 erfragt werden.