Winter hinterlässt zahlreiche Straßenschäden - Stadtbetriebe im Dauereinsatz
Der außergewöhnlich strenge Winter hat auch in Ahrensburg deutliche Spuren im Straßennetz hinterlassen. Zahlreiche Frost-Tau-Wechsel haben in den vergangenen Wochen zu vielen kleinen und großen Schäden auf Fahrbahnen und Gehwegen geführt. Die Mitarbeitenden der Stadtbetriebe Ahrensburg und des Fachdienstes Straßenwesen der Stadt Ahrensburg sind derzeit im Dauereinsatz, um die wichtigsten Schadstellen so schnell wie möglich zu sichern und zu reparieren.
„Die Witterungsbedingungen dieses Winters waren extrem. Eine derart hohe Belastung unserer Straßen haben wir seit rund 15 Jahren nicht mehr erlebt“, erklärt Sönke Gerundt, Leiter des Fachdienstes Straßenwesen der Stadt Ahrensburg. „Entsprechend groß ist aktuell der Reparaturbedarf im gesamten Stadtgebiet.“ Der Straßenzustandsbericht 2025 hatte 75 Prozent der Ahrensburger Straßen eine Restnutzungsdauer von rund 5,2 Jahren attestiert - sind 63 Prozent der Straßen doch schon mehr als 35 Jahre alt. Das Straßennetz in Ahrensburg hat sich zudem seit dem letzten Bericht in 2020 noch einmal verlängert auf nun rund 140 Kilometer.
Um die akute Beseitigung besonders gefährlicher Schlaglöcher zu beschleunigen, hat die Stadt aufgrund der hohen Arbeitsbelastung des Bauhofs durch den erst gerade beendeten Winterdienst zusätzlich externe Fachfirmen beauftragt. So konnten rund zehn Tonnen Heißasphalt in besonders stark beschädigten Bereichen eingebaut werden. Gegenüber dem üblichen kleinteiligen Flicken der Schlaglöcher mit Kaltasphalt hat das Verfüllen der Löcher mit Heißasphalt eine weitaus längere Haltbarkeit.
Die Beschaffung von Asphalt stellt derzeit eine besondere Herausforderung dar: Viele Asphaltmischwerke in Norddeutschland befinden sich noch bis Ende März in der Winterpause. Dennoch ist es dem Fachdienst Straßenwesen gelungen, zwei Lkw-Ladungen Heißasphalt zu organisieren. Dafür hatte ein Asphaltwerk eigens seine Winterpause unterbrochen und die Produktion kurzfristig wieder aufgenommen. „Für die kommenden Tage ist eine erneute Anlieferung des bestellten Heißasphalts vorgesehen, sodass die Instandsetzungsarbeiten zügig fortgesetzt werden können. Priorität haben weiterhin stark geschädigte und verkehrssicherheitsrelevante Straßenabschnitte.“, so Gernoth Lühtje, stellvertretender Leiter des Fachdienstes Straßenwesen.
Unterstützung von Ahrensburgerinnen und Ahrensburgern erbeten
Die Stadt bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für mögliche kurzfristige Verkehrsbehinderungen durch die laufenden Reparaturarbeiten. Da nicht alle Straßen zeitgleich inspiziert werden können, befürwortet die Stadt Rückmeldungen von Ahrensburgerinnen und Ahrensburgern. Schäden an Verkehrswegen können gerne direkt per Mail unter Angabe der Straße + Hausnummer und Art des Schadens an info@ahrensburg.de gesendet werden. Im Betreff bitte „Straßenschaden“ angeben.
Hintergrund:
Frost-Tau-Wechsel zählen zu den Hauptursachen für Straßenschäden im Winter. Wasser dringt in kleinste Risse der Fahrbahndecke ein, gefriert und dehnt sich aus. Beim anschließenden Auftauen vergrößern sich die Schäden weiter, sodass Schlaglöcher entstehen können.